Mitglied werden
Artikel

Kinder haben ein Recht auf einen Vater

Anlässlich der Abstimmung zum Partnerschaftsgesetz vor 15 Jahren ging es den homosexuellen Menschen darum, sich gegenseitig zu beerben, in Spitälern zu besuchen, sich uneingeschränkt pflegen zu können und Anrecht auf Pensionen der jeweiligen Partnerin oder des Partners zu haben. Dagegen war und ist nichts einzuwenden. Die für das Partnerschaftsgesetz kämpfenden Organisationen versprachen damals, es würde ihnen niemals um Kinder, sei es durch Adoption oder künstliche Zeugung gehen. Mit dem Gesetz „Ehe für Alle“ wird dieses Versprechen gebrochen. Durch das Partnerschaftsgesetz sind alle homosexuellen partnerschaftlichen Beziehungen rechtlich geregelt und entsprechen einer Ehe. „Ehe für Alle“ segelt also unter falscher Flagge. Es geht nicht um Ehe, sondern ausschliesslich um Kinder! Es geht darum, dass Kinder durch homosexuelle Paare adoptiert werden dürfen und vor allem geht es um die künstliche Befruchtung durch Samenspende bei lesbischen Frauen. Art. 119 der Bundesverfassung besagt: „Die Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung dürfen nur angewendet werden, wenn die Unfruchtbarkeit … nicht anders behoben werden kann“. Wenn nun diese Fortpflanzungsmethode für andere Kreise als Unfruchtbare geöffnet wird, verstösst das zur Abstimmung vorgelegte Gesetz gegen die Verfassung. Dieses, vom Parlament verfasste Gesetz, ist schon allein deshalb abzulehnen – es bräuchte ganz klar eine Verfassungsänderung mit Ständemehr.

Wegen der Zulassung von Samenspenden für Lesben, bedeutet „Ehe für Alle“ auch das Recht auf Kinder für alle. Es begründet aber auch das Nichtrecht der Kinder auf einen Vater, oder im Falle einer Adoption durch Schwule, auf eine Mutter. Die gleichen Leute, welche vor einem Jahr so vehement für den Vaterschaftsurlaub kämpfen und die Wichtigkeit der Anwesenheit des Vaters betonten, sind nun für „Ehe für Alle“ und somit gegen Väter für alle. Das unterstreicht deren Glaubwürdigkeit. „Ehe für Alle“ verwehrt vielen Kindern den Vater per Gesetz. Natürlich gibt es auch jetzt Kinder, die ohne Vater aufwachsen müssen, sei es durch einen Unfall oder durch Trennung der Eltern. Das sind tragische Ereignisse. Doch haben Kinder aus geschiedenen Ehen meist trotzdem eine persönliche Beziehung zu ihrem leiblichen Vater. Die Kenntnis über den leiblichen Vater würde den Kindern von lesbischen Paaren erst mit der Volljährigkeit zugestanden. Hilft ihnen das in z.B. pubertären Zeiten, wenn sie ihre eigene Identität suchen?

Durch das zur Abstimmung gelangende Gesetz „Ehe für alle“ werden neue Ungerechtigkeiten geschaffen. Nicht nur bleiben Kindern der Vater vorenthalten, schwule Männer können auf legale Art keine leiblichen Kinder bekommen. Die Versprechen von 2005 (s. oben), das 2018 eingeführte Recht auf Adoption von Kindern der homosexuellen Partner, zeugt von einer gerissenen Salamitaktik. Es ist klar, dass der nächste Schritt die Leihmutterschaft für schwule Männer sein wird. Dieses wird dann zum Missbrauch von finanziell armen Frauen führen. Sie werden künftig nicht nur zur Prostitution gezwungen, sondern auch als Gebährmaschine benutzt. Solchem müssen wir jetzt ein Ende setzen! Stimmen wir nein zu vaterlosen Kindern, nein zu künftiger Leihmutterschaft und somit nein zu „Ehe für Alle“.

Artikel teilen
weiterlesen
Kontakt
SVP AI
Postfach 112
9050 Appenzell
E-Mail
Suche

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden